TOP Ö 2.3: Auftragsvergabe Verkehrsentwicklungsplan

Beschluss: Kenntnis genommen

Kenntnisnahme:

 

Landrat Alfred Jakoubek berichtet, dass in Umsetzung des Kreisausschussbeschlusses vom 12. Dezember 2006 die Auftragserteilung für den Verkehrsentwicklungsplan an eine Arbeitsgemeinschaft der Büros Habermehl+Follmann sowie StetePlanung zum Preis von 197.421 € (einschließlich 19 % MwSt) erfolgt ist. Das vereinbarte Arbeitsprogramm ist dieser Vorlage als Anlage beigefügt.

 

Der Auftragsvergabe ging eine intensive Markterkundung zur Auswahl grundsätzlich geeigneter Bieter voraus. Im Hinblick darauf, dass die Grenze für die EU-weite Vergabe gemäß Vergabeordnung in Höhe von 211.000 € ausweislich der Kostenschätzung im zuvor erstellten Lastenheft der ETC Transport Consultants GmbH nicht überschritten werden wird, ist das EU-Vergaberecht nicht anzuwenden. Das Honorar für diese verkehrstechnische Leistungen kann daher gemäß § 61a Abs. 3 S. 1 der HOAI frei vereinbart werden.

 

Zur Vorstellung möglicher Konzepte sowie Kostenschätzungen wurden aufgefordert:

 

Habermehl + Follmann

Rodgau

Planungsbüro von Mörner + Jünger

Darmstadt

rms GmbH

Frankfurt am Main

Stete Planung

Darmstadt

ZIV - Zentrum für integrierte

Darmstadt

 

Den entsprechenden Vorstellungstermin am 31. Januar 2007 haben alle fünf Büros wahrgenommen, wobei sich jedoch je zwei Bieter zusammengeschlossen hatten. Es bestand damit die Auswahl zwischen drei unterschiedlichen Konzepten. Bedingt durch den modularen Aufbau aller Angebote, hängt der Gesamtpreis dabei jeweils von den tatsächlich gewünschten/erforderlichen Modulen ab.

 

Die Bietergemeinschaft rms und ZIV hat die vergleichbaren Leistungen für 214.200 € angeboten. Das Planungsbüro von Mörner+Jünger hat zunächst eine Vorstudie sowie eine Detailstudie Lohbergutnnel für zusammen 86.870 € angeboten, jedoch für die Erstellung eines vollständigen Verkehrsentwicklungsplan weiterführende Detailuntersuchungen für notwendig/wahrscheinlich erachtet, deren Aufwand je nach Komplexität mit 24.000 € bis 36.000 € im Einzelfall beziffert wurde. Bei einem verwaltungsseitig angenommenen Bedarf von 3 bis 4 Detailuntersuchungen kann also von einem erforderlichen Gesamtvolumen ausgegangen werden, das betraglich zwischen den Angeboten der beiden Mitbewerber liegt.

 

Unabhängig von der finanziellen Seite hat der Detaillierungsgrad des Angebots der Arbeitsgemeinschaft der Büros Habermehl+Follmann und StetePlanung und dessen Umsetzungsorientierung auf politisch-administrativer Ebene überzeugt; ebenso das integrative Vorgehen. Dabei kommt die praktische Erfahrung der Projektgemeinschaft aus der Fortschreibung des Nahverkehrsplans der DADINA sowie der Erstellung eines entsprechenden Verkehrsentwicklungsplans für die Wissenschaftsstadt Darmstadt deutlich zum Ausdruck. Die Projektgemeinschaft ZIV/rms verfügt nicht über vergleichbare Referenzen während das Planungsbüro von Mörner+Jünger genau wie die beauftragte Projektgemeinschaft für Kommunen im Landkreis bereits tätig war.